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am 25. November

Gewalt gegen Frauen – was sagen, was tun?

Selina Prünster - Heute starten die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Jede 5. Frau in Österreich ist mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt durch ihren Partner betroffen. Es ist davon auszugehen, dass es auch in Wiener Neustadt solche Fälle gibt.

Um auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen, gibt es seit 1991 die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ Vom 25.11., dem internationalen Gedenktag für alle Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden, bis zum 10.12, dem internationalen Tag der Menschenrechte.

Allein im heurigen Jahr hat es in Österreich bereits 22 Morde an Frauen gegeben. Durchgeführt von Männern, die in den allermeisten Fällen im unmittelbaren Umfeld der Frauen leben, mit ihnen verwandt, bekannt, verpartnert sind. Damit liegen wir bei Gewaltverbrechen an Frauen im europäischen Spitzenfeld. Gewalt gegen Frauen tritt in vielen Formen auf: Als psychische, körperliche, sexuelle und soziale Gewalt. Betroffene und ihr Umfeld fühlen sich oft ohnmächtig. Aber was können wir tun?

„Wichtig ist mir ganz klar die Menschen zu ermutigen: schaut nicht weg, wenn ihr Gewalt vermutet, sondern schreitet ein! Euer Handeln, kann Frauen schützen und schlimmeres verhindern“ so Selina Prünster, Klubobfrau der Grünen Wiener Neustadt.

Hier einige Tipps:

1. Die von Gewalt betroffenen Frauen und mitbetroffene Kinder bestärken

Verständnis, Solidarität und Unterstützung signalisieren, auf keinen Fall zum sofortigen Handeln drängen oder Schuld zuweisen. Gewalterfahrung ist sehr schuld- und schambehaftet, da Gefährder die Betroffenen oft bereits jahrelang abwerten, beschuldigen und beschimpfen.

2. Die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555 kostenlos und anonym anrufen

Vertraulich, mehrsprachig, rund um die Uhr. Betroffene Frauen, auch Angehörige, Freund*innen oder Kolleg*innen erhalten Beratung und Unterstützung

3. Die Gewalt unterbrechen

Bei der betreffenden Wohnung anläuten und nachfragen, ob alles ok ist oder beispielsweise nach Milch / Zucker fragen, um die Gewalt zu unterbrechen; Polizei anrufen und nach Präventiv-Beamt*innen fragen, sie sind speziell geschult

4. Sich engagieren

Den betroffenen Frauen signalisieren, dass sie sich nicht für die Partnergewalt schämen müssen; mit Nachbar:innen, Freund:innen sprechen, um gemeinsam etwas dagegen zu unternehmen.

Gute Unterstützungsangebote sind folgende:

Mehr Info: www.aoef.at/index.php/wer-hilft-bei-gewalt