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am 29. Oktober

BAUM- UND GRÜNRAUMSCHUTZ UNGENÜGEND - BESCHWERDE

Tanja Windbüchler - Land NÖ muss jetzt prüfen

"Die Verordnung zur Bausperre und die Baumschutzverordnung können die selbstgesteckten Zielvorgaben, nämlich Grünräume und Bäume umfassend zu schützen, nicht erfüllen. Da es leider kein Einlenken vonseiten der Stadt gibt, habe ich nun die nächste Instanz, das Amt der niederösterreichischen​ Landesregierung, angeschrieben. Die zuständige Abteilung soll nun beide Verordnungen auf Sinnhaftigkeit überprüfen und gegebenenfalls nachbessern. Auch Empfehlungen für den besseren und umfassenden Schutz des Grünraumes können vonseiten des Landes gegeben werden", so die Grün-Gemeinderätin Tanja Windbüchler-Souschill.

Durch die aktuelle Baumschutzverordnung wird auch die im Jahr 2015 beschlossene Schmuckerau-Schutzverordnung außer Kraft gesetzt. "Das ist für mich wirklich eine Missachtung unserer Schmuckerau", so die Grüne empört über die Vorgehensweise. "Die Schmuckerau-Baumschutzverordnung hat tatsächlich das gesamte Areal unter Schutz gestellt, nun soll es nicht einmal mehr Nachpflanzungen geben, wenn ausgelichtet oder ausgeschnitten werden muss. Die Bäume, die dem Eschensterben zum Beispiel zum Opfer fielen, müssen laut neuer Verordnung nicht mehr ersetzt werden. Wenn ökologisch wichtige Bäume, die einen Stammumfang von weniger als 50 cm aufweisen, entfernt werden müssen, wird vonseiten der Stadt keine Ersatzpflanzung vorgenommen. Das hat nichts mit Umweltpolitik zu tun!", so die Grün-Chefin Tanja Windbüchler-Souschill.

Sie geht davon aus, dass das Amt der niederösterreichischen Landesregierung hier bald eine Prüfung einleiten wird. Und einmal mehr appeliert sie an Bürgermeister Klaus Schneeberger: "Umweltpolitik ist soviel mehr als schöne Überschriften zu produzieren. Schützen wir alle Bäume umfassend und somit unsere Lebensgrundlage. Es ist noch nicht zu spät aus Wiener Neustadt eine grüne Stadt zu machen!"​

Down­load Aufsichtsbeschwerde

Tanja Windbüchler, Michael Diller und Anneliese Weichart in der Schmuckerau. Rechts im Bild ein geschützter Baum, links ein Baum, der jetzt ohne Schutz da steht.