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am 29. März

Stadt soll Rabenturm zurückkaufen

Tanja Windbüchler - Wiener Neustadt und die Germania pflegen eine lange Tradition, alle Bürgermeister haben die Burschenschaft hofiert.


Der Rabenturm ist der offizielle Vereinssitz der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt. Der Turm als Teil der Stadtbauer ist schon ewig in Privatbesitz und seit ca. 1960 angemietet von der rechten, schlagenden Burschenschaft Germania und von ihnen 1980 um 85.000 Schilling erworben.

"Recherchen im Archiv der Stadt ergaben, dass der ehemalige Stadtbaudirektor Hanakamp zum Budenbauleiter ernannt wurde und den Turm für die Zwecke der Germania federführend umbaute in den 1960iger Jahren und der ehemalige Stadtbaudirektor Weninger, also sein Nachfolger mit städtischen Ehren ausgezeichnet, ebenso schon Gründungskommersmitglied 1960 dabei war", so die Grüne Stadtparteichefin Tanja Windbüchler-Souschill und fordert einmal mehr, dass es eine Prüfung der Aberkennung der städtischen Ehrung geben soll.



Bezüglich des Rabenturms gibt es für Die Grünen nur einen Weg:

Die Stadt soll alles daran setzen den Rabenturm so rasch als möglich um € 15.000 Euro zurück zu kaufen (85.000 Schilling plus Inflation). Alle Stadtmauerteile sollen in städtischer Hand liegen und somit und weiterer Schaden betreffend Germania, rechtsradikaler Gesinnung und Liederbuch-Texten von der Stadt abgewendet werden. Der Rabenturm ist zum Symbol für die NS-Liederbuchaffäre geworden, das ist für Wiener Neustadt eine bittere Erkenntnis.

Ideen, was die Stadt mit dem Rabenturm machen könnte, gibt es viele. Der Rabenturm kann zu einem Gedenkort für die Opfer des NS-Terrorregimes werden oder während der Landesausstellung 2019 ein Ort der Begegnung sein aber auch ein Mahnmal dafür, dass Hetze und Hass die Menschheit noch nie einen Schritt weitergebracht haben. Die Stadt soll den Rabenturm zurückkaufen!

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