gruene.at
Navigation:
am 17. Juli

WEITERE STELLUNGNAHMEN GEGEN OSTUMFAHRUNG

Tanja Windbüchler, Die Redaktion - Einschnitt in die Natur steht in keinem Verhältnis zum Neubau einer Straße durch das Natura 2000 Gebiet

Die Bürgerinitiativen „Ostumfahrung - So nicht!“ und „L.A.M.A“ haben erneut Stellungnahmen gegen die Errichtung der Ostumfahrung eingebracht.

„Die Straße bedeutet einen massiven Einschnitt in Lebensraum und Lebensqualität für Anrainer. Die vorgelegten Gutachten können bis jetzt keinen Mehrwert darstellen, ganz im Gegenteil, es handelt sich um die Zerstörung von Naherholungsgebiet, von Natura 2000 Gebiet und versiegelt unwiederbringlich wertvolle Flächen“, sagt Georg Panovsky, Initiator der Bürgerinitiative „Ostumfahrung - So nicht!“, der auch direkter Anrainer der 11 Meter hohen Brückenkonstruktion am Stadtrand von Wiener Neustadt bei der Pottendorferstraße ist.

​Für die Grüne Stadträtin und Initiatorin der Bürgerinitiative „L.A.M.A.“ steht das Ausmaß der Straße in keinem Verhältnis. „Das Ziel der Entlastung der innerstädtischen Straßenzüge wird laut Prognose nicht eintreten. Der Ringschluss geplant in den 1960igern bedeutet zig Millionen Steuergeld zu verschwenden für tradierte Verkehrspolitik. Es ist ein immenser Einschnitt in die Natur und Lebensraum. Altbaumbestände müssen weichen, Boden wird versiegelt. Es gibt deshalb auch Unmengen an Auflagen, wie Kompensationsleistungen für das Hochwassergebiet oder notwendige Nachforstungen. Das steht doch in keiner Relation mehr, auch wirtschaftlich nicht!“

Das Ziel der Ostumfahrung, nämlich die Entlastung der vielbefahrenen Straßenzüge wie der Grazerstraße, wird nachweislich nicht passieren. Dafür wird Lebensraum unwiederbringlich zerstört. Die Verhandlungen am Bundesverwaltungsgericht finden im September statt.​

Georg Panovsky und Tanja Windbüchler-Souschill im Natura 2000 Gebiet an der Pottendorferstraße in Lichtenwörth