gruene.at
Navigation:
am 9. Juli

Wo bleiben mutige Schritte im Kampf gegen die Klimakrise?

Selina Prünster, Michael Diller-Hnelozub, Tanja Windbüchler - 2020 wurden 500.000 Euro für Klimaschutzmaßnahmen nicht abgeholt

„Wiener Neustadt ist im September 2020 dem Bodenbündnis beigetreten. Höchste Zeit Taten zu setzen. Desto unverständlicher ist es, dass die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ gegen den Grünen Antrag zur Entsiegelung und Renaturierung der ungenützten Parkfläche bei der Merkurcity stimmen“, so Grüne Klubobfrau Selina Prünster.

„Jede:r in dieser Stadt stöhnt im Sommer über die Hitze. Das ist auch kein Wunder, wir haben viel zu wenig Grünflächen und Bäume, die die Stadt kühlen würden, gleichzeitig wird Boden versiegelt“, zeigt sich Klubobfrau Selina Prünster besorgt über die Zukunft der Stadt. „Die Stadtregierung muss jetzt Handeln und ungenützte Betonflächen in Grün umwandeln. Der ehemalige Stadionparkplatz neben der Merkurcity bietet sich an. Völlig unverständlich ist, dass die Bürgermeisterpartei nicht einmal einer Prüfung der Umwandlung dieser Fläche zugestimmt hat.“

​Zudem fehlt es an Transparenz in Sachen Bodenbündnis. „Im heurigen Frühjahr hat die Stadt nach Beitritt zum Bodenbündnis erstmals einen Bericht erstellt und an das Bodenbündnis übermittelt. Außerhalb der Stadtregierung hat diesen jedoch noch niemand gesehen. Weder wir noch Expert:innen der Zivilgesellschaft haben diesen Bericht prüfen können,“ kritisiert Grünen-Gemeinderat Michael Diller-Hnelozub und appelliert an Umweltstadtrat Horvath, dass der Bericht alsbald im Gemeinderat präsentiert und debattiert wird.

​„Der ehemalige Stadion-Parkplatz an der Giltschwertgasse ist ein konkreter Vorschlag für eine Klimaschutzmaßnahme und wäre ein Best Practice Beispiel der Entsiegelung. Ebenso ist überhaupt nicht nachvollziehbar, dass das im Budget reservierte Geld, nämlich 500.000 Euro für 2020 für Klimaschutzmaßnahmen, überhaupt nicht abgeholt wurde. Ideen und Vorschläge gibt es genug, die Mitglieder des Umweltbeirats haben Vorschläge eingebracht. Gesagt wurde aber immer, dass es keine finanzielle Mittel gäbe, wir Grüne haben immer auf die beschlossenen Mittel hingewiesen. Jetzt hat der Rechnungsabschluss 2020 klar gezeigt, dass es tatsächlich keinerlei zusätzliche finanzielle Mittel für Klimawandelanpassung und Klimaschutzmaßnahmen gegeben hat. Kein Cent zusätzlich wurde 2020 ausgegeben, der versprochene Maturantenwald ist noch nicht konzipiert, die versprochene PV Anlage am Dach des neuen Stadions nicht mal noch angedacht, die Empfehlungen des Mission Zero Berichts zur CO2–Einsparungen werden nicht erarbeitet“, so Stadträtin Tanja Windbüchler-Souschill abschließend mit der Kritik an der zögerlichen  Herangehenweise für eine klimafitte und enkeltaugliche Stadt.​