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am 6. Februar

Bürgerinitiative L.A.M.A. mit 367 Unterschriften eingebracht

Tanja Windbüchler - Die Arbeit für Klima- und Umweltschutz geht in die nächste Runde

„Es war ein intensives Monat, doch es hat sich ausgezahlt“, resümiert Tanja Windbüchler-Souschill, Grüne Gemeinderätin und Initiatorin der Bürgerinitiative für mutige Alternativen zur Ostumfahrung, kurz L.A.M.A. „Die Analyse der UVP-Unterlagen, die unzähligen Kontakte mit besorgten Bürgern sowie das Verfassen von Stellungnahmen und Einwendungen haben sich gelohnt. Am Freitag konnten alle Unterlagen fristgerecht am zuständigen Amt der Landesregierung eingebracht werden. Jetzt heißt es abzuwarten.“


Viele Punkte sind nach Sichtung der Unterlagen offen. „Es heißt, dass der jetzige innerstädtische Verkehr auf die neue Ostumfahrung gelenkt werden soll, es ist aber nicht nachgewiesen, welche Verkehrsströme genau gesteuert werden können. Die Datenlage ist nicht aktuell und auch mangelhaft. Die Planungsunterlagen gehen in jedem Fall von mehr Verkehr aus, also mehr Abgase, Lärm und Feinstaub. Dazu kommt, dass die Straße selbst den gesamten landwirtschaftlichen Naturraumdurchschneidet und den Biden versiegelt, Querungen für Radfahrer und Sportler sind nur vage geplant und auf die im Gebiet lebenden Tiere wird überhaupt keine Rücksicht genommen“, so Tanja Windbüchler-Souschill weiters.


Für die Grünen ist die Entlastung der Anrainer der vielbefahrenen Straßenzüge wie der Neudörflerstrasse oder Stadionstraße ein großes Anliegen, nur: „Das vorgelegte Projekt ist über 40 Jahre alt. Was damals für viele richtig gewesen war, ist aber heute nicht mehr der Weisheit letzter Schluss. Für eine echte Verkehrsentlastung braucht es mehrere Maßnahmen, die ineinandergreifen. Dazu gehören der Ausbau von eigenen Busspuren, Gratis-Öffis an Samstagen, Ausbau von sicheren Radstrecken gerade für Kinder oder auch Ecar-Sharingsysteme, damit Familien das teure Zweitauto nicht mehr bzw. überhaupt kein eigenes mehr benötigen. Nachhaltige Mobilität ist auch für Wiener Neustadt möglich!“


Die Grünen fordern daher, so rasch als möglich einen Verkehrsbeirat abzuhalten, der das Thema der negativen Auswirkungen der Ostumfahrung genau beleuchtet. Dazu sollen die aktiven Bürgerinitiativen eingeladen werden. „Auch wenn die SPÖ im Gesamten und im speziellen Verkehrsstadtrat Weber große Befürworter dieser Straße sind, muss der Verkehrsbeirat rasch einberufen werden. Es geht einerseits um innerstädtische, notwendige Verkehrsmaßnahmen wie den Ausbau sicherer Radwege aber auch um die direkten, negativen Auswirkungen durch den erhöhten Verkehr, also mehr Abgase, mehr Feinstaub, mehr Lärm. Diese Punkte müssen breit diskutiert und Maßnahmen für gesunde Luft und Lebensqualität ausgearbeitet werden“, so die Grünen-Chefin abschließend.