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am 21. Oktober

GRÜNE ALARMIERT: 33 OZON-ÜBERSCHREITUNGEN ALLEIN 2018

Die Redaktion - Wiener Neustadt ist nicht nur Feinstaubsanierungsgebiet sondern auch Ozon-belastet!

Ozon entsteht durch Stickoxide und Kohlenwasserstoffe in Verbindung mit der UV-Strahlung der Sonne und bei erhöhter Ozonkonzentration können Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen oder brennende Augen auftreten. Verbrennungsmotoren und Heizkraftwerke setzen diese Schadstoffe frei und an heißen, sonnigen Tagen bildet sich dadurch Ozon.

In Wiener Neustadt wurde dieser Grenzwert im Jahr 2018 bis jetzt schon 33 mal überschritten. Im Jahr 2017 waren es 27 Überschreitungen, die Tendenz ist also steigend. „Die heißen Sonnentage, ausgelöst durch den Klimawandel, werden ohne Zweifel in naher Zukunft zunehmen. Damit erhöhen sich die negativen gesundheitlichen Auswirkungen auf Mensch und Natur durch die Ozonbelastungen“, so die Grüne Stadtparteichefin Tanja Windbüchler-Souschill besorgt. „Die Auswirkungen des Klimawandels sind stark spürbar, nicht nur Hitze und Überschwemmungen, auch die Ozonbelastung nimmt zu. Es braucht dringend Maßnahmen, gerade in der Verkehrspolitik.

Auch die Feinstaubbelastung (PM10) wird durch den zusätzlichen Verkehr verursacht durch die Ostumfahrung, zunehmen. Feinstaub besteht aus kleinsten Partikeln die tief in die Lunge eindringen und gesundheitlichen Schäden an den Atem, Herz und Kreislauforganen verursachen. 2016 gab es in Wiener Neustadt 5 PM10 Überschreitungen und im Jahr 2017 bereits 16. Auch hier ist die Tendenz steigend warnt Tanja Windbüchler-Souschill.

Die Autofahrer-Parteien ÖVP, FPÖ und SPÖ müssen endlich das Problem und die Auswirkungen des motorisierten Individualverkehrs verstehen und akzeptieren, sonst kommt es nie zu einer Veränderungen zum Wohle von Wiener Neustadt“, so die Grüne und kritisiert einmal mehr den sorglosen Umgang mit landwirtschaftlichen Boden und Natur. "Der Bau der Ostumfahrung wird für die ganze Stadt Belastungen bringen, wie erhöhtes Lärmaufkommen sowie Feinstaub und Ozon. Diese Gefahren dürfen nicht unterschätzt werden. Alle Alarmglocken schrillen! Die ÖVP im Land und in der Stadt geht vollkommen naiv mit der Situation um, aber es muss endlich gehandelt werden. Es ist Zeit auf den öffentlichen Personennahverkehr verstärkt zu setzen, auf Alternativen wie Car-Sharing und E-Mobilität sowie auf den Radverkehr", so Tanja Windbüchler-Souschill.

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